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Umbau der Charlottenstraße hat begonnen: Polizei stoppt Autos in der neuen Fahrradstraße in Berlin-Mitte

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Die Friedrichstraße ist noch dicht für Autofahrer. Die Charlottenstraße ist nun Fahrradstraße – und doppelte Einbahnstraße.

Die Friedrichstraße ist bald keine Fußgängerzone mehr, aber die Charlottenstraße ist bereits als Fahrradstraße ausgeschildert. Zwischen Unter den Linden und Französische Straße sind die ersten Schilder aufgestellt und die Fahrbahn neu markiert. Die Verkehrsverwaltung will die Radfahrer, die seit zwei Jahren freie Fahrt durch die „Flaniermeile“ Friedrichstraße im Bezirk Mitte hatten, nun in die Parallelstraße leiten.

Um den Autodurchgangsverkehr zu verhindern, ist die Charlottenstraße nun für jeweils einen Abschnitt zudem als Einbahnstraße ausgewiesen. Ab der Behrenstraße ist jeweils die Einfahrt in die Charlottenstraße verboten – theoretisch. Wie ein Ortstermin zeigte, ignorieren sehr viele Autofahrer das rote runde Schild.

Zwei Beamte der Fahrradpolizei stoppten am Mittag mehrere Autos. Eigentlich, sagte einer von ihnen, würden Autofahrer Einbahnstraßen beachten, im Gegensatz zu den Fahrradstraßen. Hier werde das „Anlieger frei“ immer sehr weit ausgelegt.

Friedrichstraße soll zur dauerhaften Fußgängerzone werden

Nachdem die beiden Beamten die Personalien von drei Autofahrern notiert hatten, endete der spontane Einsatz erst einmal. Sie seien zum ersten Mal hier, offenbar sei die neue Ausschilderung den Autofahrern noch unbekannt. Während des kurzen Gesprächs fuhr mindestens ein Dutzend weiterer Autos an den Beamten vorbei entgegen der Fahrtrichtung durch die Einbahnstraße.

Wie berichtet, hat ein Gericht die Öffnung der Friedrichstraße für Autos erzwungen. Dem kommt die Verkehrsverwaltung nun nach, auf einen Widerspruch wurde verzichtet vor Gericht. Ab dem 22. November ist wieder freie Fahrt für alle. Letztlich soll die Friedrichstraße so schnell wie möglich doch zur dauerhaften Fußgängerzone werden, und zwar durch eine Entwidmung.

Im August 2020 war die Einkaufsstraße im Rahmen eines Verkehrsversuchs für den Autoverkehr gesperrt worden, und zwar zwischen Leipziger Straße und Französischer Straße. Fußgänger hatten viel Platz, Radfahrer in der Mitte eine eigene Spur. Am Ende gestand die Verkehrsverwaltung ein, dass Fahrräder und Fußgänger zusammen nicht funktionieren. Fußgänger klagten über das Tempo der Radler und trauten sich nicht über die Fahrbahn.

So entstand die Idee, Radfahrer durch die Charlottenstraße zu leiten. Allerdings hatte sich die Pkw-Belastung laut Verkehrssenatorin Bettina Jarasch in der parallelen Charlottenstraße durch die Sperrung der Friedrichstraße fast verdoppelt – das spricht gegen eine Fahrradstraße. Dennoch soll laut Jarasch zunächst auf Poller als Kfz-Sperren verzichtet werden.

Zwischen Französischer Straße und Leipziger Straße haben die Arbeiten für die Fahrradstraße noch nicht begonnen, dies ist aber noch für dieses Jahr geplant. Dann solle beobachtet werden, wie die Fahrradstraße respektiert werde.

Das Aktionsbündnis aus Geschäftsleuten, das die Öffnung der Friedrichstraße erstritten hatte, lehnt die Fahrradstraße kategorisch ab, und hat dazu gute Argumente: Es sei die Zufahrt für drei Parkhäuser mit 1300 Plätzen sowie fünf Hotels. Fahrräder sollten laut Nils Busch-Petersen vom Berliner Handelsverband besser durch die Glinkastraße, weiter westlich fahren.

Nach Angaben der Verwaltung soll in der Fahrradstraße Anwohner- und Lieferverkehr weiter möglich sein. Der Durchgangsverkehr soll durch die gegenläufigen Einbahnstraßen abgehalten werden. Dazu müssten Autofahrer aber die Schilder beachten.

Source : Taggesspiegel

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