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Friday, May 24, 2024
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Mercedes-Benz stärkt Standort Deutschland

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Der Autobauer Mercedes-Benz will wichtige Bauteile für seine Elektroautos auch künftig in Deutschland produzieren. Damit werden hierzulande Tausende Arbeitsplätze abgesichert.

Nach den Montagewerken stellt Mercedes-Benz mit milliardenschweren Investitionen auch in der Produktion von Antrieben und Batterien die Weichen für den Umschwung zu Elektroautos. Konkret soll am bisher auf Verbrennermotoren spezialisierten Werk in Kölleda in Thüringen eine Batteriemontage entstehen – vorbehaltlich der zugesicherten Unterstützung durch die Landesregierung.

An dem Standort mit 1300 festangestellten Mitarbeitern sollen Produktions- und Logistikchef Jörg Burzer zufolge grob ab 2026 oder 2027 erste Anlagen anlaufen. Neben Batterien sollen dort vorerst auch weiter Verbrenner gebaut werden.

Batterieproduktion in Kamenz, Untertürkheim und Peking

Außerdem soll im sächsischen Kamenz mit rund 1500 fest Beschäftigten und in Brühl am Standort Untertürkheim (insgesamt 16.000 Mitarbeiter) ab 2024 der Hochlauf für Batterien für neue vollelektrische E-Modelle starten. Für das Werk in Peking ist das ab 2025 geplant. An allen drei Standorten werden auch aktuell schon Batterien gefertigt.

Insgesamt will das Unternehmen in den nächsten Jahren einen mittleren einstelligen Milliardenbetrag in Europa und China in die Hand nehmen, wie es heute in Stuttgart mitteilte. Mercedes will bis 2025 die Hälfte seiner Autos elektrisch produzieren und bis 2030 in der Lage sein, nur noch Elektroautos zu bauen.

Zähes Ringen mit Arbeitnehmervertretern

“Wir haben das gesamte Produktionsnetzwerk so strukturiert, dass wir hochflexibel sind”, sagte Produktionschef Burzer in einer Telefonkonferenz. Die Situation beim Übergang von Verbrennern zu E-Komponenten sei komplex. “Das Wichtigste ist, dass wir die Kollegen, die hochklassige Verbrennermotoren gebaut haben, dafür gewinnen können, zukünftig Antriebstränge zu bauen.”

Den heute verkündeten Plänen vorangegangen war nach Angaben von Arbeitgeberseite und Betriebsrat ein zähes Ringen über die Zukunft der deutschen Standorte. Letztlich sei keine der Produktionsstätten für Antriebsstränge nicht in den Plänen berücksichtigt, sagte Burzer.

Keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2030

Auf die Beschäftigten kommen nach Angaben von Betriebsratschef Ergun Lümali aber einige Anforderungen mit Blick auf die Flexibilität zu: Bei Bedarf zusätzliche Schichten oder vorübergehende Nachtschichten seien damit eher möglich: “Materiell haben wir überhaupt keine Zugeständnisse gemacht”, sagte er. Bei Mercedes-Benz gelte ein Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bis zum Jahr 2030.

Im Juni hatten sich Unternehmen und Arbeitnehmervertreter bereits auf einen Fahrplan für die Fahrzeugwerke beim Umstieg auf Elektroautos verständigt. Danach bleiben die Fahrzeugwerke Bremen, Rastatt und Sindelfingen im Großraum Stuttgart bis ins nächste Jahrzehnt ausgelastet. Auch an anderen Standorten sollen demnach Stromer gebaut werden. Insgesamt investiert Mercedes bis 2026 über zwei Milliarden Euro in europäische Fahrzeugfabriken.

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